Schublade 'Gedanken'

Kinderspiel

Mittwoch, den 17. Januar 2007 von Mama

Gestern waren wir bei Jakob und Mama Barbara eingeladen. Es ist so schön zu sehen, wie sich Jakob und Ixi gut verstehen. Jakob war übrigens Ixis Gehanimator. Aber gestern zeigte Jakob mal sein Revier. Die beiden tippelten durch die Wohnung und wir hörten wie sie gemeinsam plapperten. Plötzlich waren sie in einem Nebenraum verschwunden. Und siehe da

Jakob und Ixi

da saßen sie auf der Matratze und schauten sich gemeinsam ein Buch an. Später gings weiter ins Wohnzimmer, wo dann das Spielzeug unter die Lupe genommen wurde.

spielen

Dazu kam dann auch noch Sofia mit auch Mama Barbara. Die drei fühlten sich sehr wohl und spielten ganz entspannt.


Es ist hochinteressant so kleinen Menschen beim Spielen zuzusehen. Ich verbringe sehr viel Zeit damit. Wie viel Übung und Wiederholung wird  da in Abläufe investiert. Feinmotorik wird geübt, ich höre wie kommunziert wird, wie Erinnerungen hochkommen, wie Zusammenhnge hergestellt werden. Ja und so vergehen dann Stunden über Stunden und am Ende des Tages frage ich mich dann immer: was habe ich heute alles erledigt?

Pumperlgsund

Montag, den 15. Januar 2007 von Mama

Vor einer Woche waren wir bei unserer homöopathischen Kinderärztin für die MutterKindpassuntersuchung. Diagnose: pumperlgsund. Gewicht: 12,2 kg, Größe: 78 cm, Kopfumfang: 48 cm. Zur Erinnerung: bei der Geburt hatte Felix folgende Masseinheiten: Gewciht: 3,6 kg, Größe 52 cm, Kopfumfang: 36 cm. Da hat sich in einem Jahr doch ganz schön was getan in diesem Körper. Felix wird in der Früh und am Abend noch gestillt und auch in der Nacht wenn er aufwacht. Und in der Nacht da wacht er 2 -3 mal auf. Manchmal ist das schon auch anstrengend. Es wird jedoch der Tag kommen – wahrscheinlich im nächsten Monat – wo ich die Entscheidung treffen werde: Aus mit dem Stillen in der Nacht, nur mehr in der Früh und am Abend. Ja und dann wird Papa für 3 – 4 Nächte (anscheinend eine magische Grenze) Ixi übernehmen und im signalisieren, nichts mehr mit “Busi” es geht auch anders. Er lernt dadurch, einzuschlafen ohne Busen ein weiterer Schritt in die Selbstständigkeit. Für mich ein weiterer Schritt des Loslassen. Ist gar nicht so einfach.

Gibt es das Christkind wirklich?

Samstag, den 23. Dezember 2006 von Mama

Weihnacht

Auf diese Frage wußte auch die achtjährige Virginia O‘Hanlon aus New York keine Antwort. Vor mehr als 100 Jahren, am 20. September 1897, schrieb sie deshalb an die Zeitung „New York Sun“. Die Sache war Chefredakteur Francis P. Church so wichtig, dass er dem kleinen Mädchen selbst antwortete. Der Briefwechsel war bei den Lesern so beliebt, dass er unter dem englischen Originaltitel „Is there a, Santa Claus?“ bis zur Einstellung der Zeitung im Jahr 1950 immer zu Weihnachten auf der Titelseite abgedruckt wurde — und damit zum meist gedruckten Zeitungsartikel aller Zeiten.

„Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, das Christkind gibt es nicht. Bitte, sagen Sie mir die Wahrheit: Gibt es das Christkind? Virginia O‘Hanlon, 115 West Ninety-fifth Street.

„Virginia, Deine kleinen Freunde haben Unrecht. Sie glauben nur, was sie sehen. Sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze Wahrheit zu erfassen und zu begreifen. Ja, Virginia, das Christkind gibt es wirklich. So gewiss, wie es Liebe und Großherzigkeit und Treue gibt. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es kein Christkind gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie, gar nichts, was das Leben erst erträglich machen würde. Nur flackernde Reste an sichtbarem Schönen blieben übrig. Aber das Licht der Kindheit, das die Welt ausstrahlt, müsste verlöschen.
Es gibt ein Christkind. Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiss, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, das Christkind zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme das Christkind zu Gesicht — doch was würde das beweisen? Kein Mensch sieht es einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie. All die Wunder zu denken, geschweige sie zu sehen, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst, Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen. Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal alle Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann wird die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal. zu erkennen sein.

‚Ist das denn auch wahr?‘, kannst Du fragen. Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist beständiger. Das Christkind lebt, und es wird ewig leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird es da sein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen. Frohe Weihnacht, Virginia.“

Quelle Münchner Merkur Freitag, 24. Dezember 1999

Wundersame Zeit

Sonntag, den 10. Dezember 2006 von Mama

dieser Advent.

Adventkranz

Voller Kerzenlicht, Ruhe und Wärme. Kostbare Stunden. Vorbereitung für das Fest.

Kerzenlicht

Was wäre äußerer Glanz ohne innere Freude?

Licht

Von den Kindern

Sonntag, den 8. Oktober 2006 von Mama

Immer weiter

Diese berührenden und wahren Worte von Khalil Gibran werde ich mir immer wieder vor Augen führen. Was ich jetzt schon weiß: es wird oft nicht leicht sein.

“Und eine Frau, die einen Säugling an der Brust hielt, sagte: Sprich uns von den Kindern.

Und er sagte:

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.

Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,

Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,

Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,

Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.

Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit seiner Macht, damit Seine Pfeile schnell und weit fliegen.

Lasst euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein;

Denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.”

9 Monate

Montag, den 4. September 2006 von Mama

Taufrisch

Ich schaue Felix an und sehe einen kleinen Menschen vor mir, mein Blick ruht auf ihm – sehr oft: beim Spielen, beim Stillen, beim Schlafen – immer wieder. Seine Facetten werden sichtbar: Geschmeidig ist er und liebevoll. Zart und sensibel. Stark und laut. Weich und samtig ist seine Haut. Seine Augen – lebendig und tief. Ganz mit sich aber auch ganz mit uns. Innig und interessiert. Er fordert uns wir fördern ihn. Er duftet, er blüht – so taufrisch ist er und voller Leben. Tränen der Liebe fließen oft. Ein Kind der Liebe.

Ein Kind

Sonntag, den 23. Juli 2006 von Mama

Unschuld

Ein Kind, das ständig kritisiert wird,
lernt zu verdammen.
Ein Kind, das geschlagen wird,
lernt selbst zu schlagen.
Ein Kind, das verhöhnt wird,
lernt Schüchternheit.
Ein Kind, das der Ironie ausgesetzt wird,
bekommt ein schlechtes Gewissen.

ABER

Ein Kind, das ermuntert wird,
lernt Selbstvertrauen.
Ein Kind, dem mit Toleranz begegnet wird,
lernt Geduld.
Ein Kind, das gelobt wird,
lernt Bewertung.
Ein Kind, das Ehrlichkeit erlebt,
lernt Gerechtigkeit.
Ein Kind, das Freundlichkeit erfährt,
lernt Freundschaft.
Ein Kind, das Geborgenheit erleben darf,
lernt Vertrauen.
Ein Kind, das geliebt und umarmt wird,
lernt Liebe in dieser Welt zu empfinden.

Ein Gedicht für Felix

Samstag, den 15. Juli 2006 von Mama

WESEN

liebt euch Wesen
ja ihr Wesen
liebt und eifert – EUCH
so wie Felix!
Felix! Du bist gemeint!
doch eifert erkunden
gemein doch geklaut
ihr Wesen
seid erkunden
ach gemein

gedichtet vom “Gedichtgenerator”. Eingegeben hab ich folgende Worte: Felix, Wesen, lieben, erkunden. Und es hat doch was – finde ich. Mama liebt solche mystischen Dinge.

Kurze Pause

Samstag, den 17. Juni 2006 von Papa

Kaum zu glauben, das dieser kleine Mann 9 Monate in dieser Mama war.

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Die Zeit rast dahin, kein Tag an dem Felix nicht 2, 3 neue Dinge ausprobiert. So erwachsen kommt er uns schon vor, schön und traurig zugleich ist das. Wir geniessen jeden Moment und nutzen die Möglichkeit unsere Perspektiven ein wenig zu verlassen um mit seinen Augen zu gucken und in sein Tempo einzutauchen. Das öffnet ganz neue Sichtweisen und inspiriert enorm. Aber dann, wenn nach einer weiteren, abenteuerlichen Entdeckungsreise auf dem Fussboden, der kleine Mann wieder müde wird, ist es am schönsten wieder Mama zu spüren. Aber nur, um kurze Zeit später, zur nächsten Entdeckungsreise in diese bunte, weite, neue Welt aufzubrechen.

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Alles Gute zum Halbjahr

Sonntag, den 4. Juni 2006 von Mama

Kerze

Lieber Ixi, ein halbes Jahr bist du nun auf dieser Welt hier und du nimmst die Herausforderungen, die Dir das irdische Leben stellt, mit großer Freude, mit viel Geduld und mit starkem Willen an. Was mich freut ist, dass du nicht aufgibst, wenn manche Dinge nicht gleich so funktonieren wie sie sollen. Da machst du einfach mal eine Pause und versucht es in einer Weile wieder, und das so lange bis es dann plötzlich funktioniert. So machst Du das momentan mit dem “vorwärtskrabbeln”. Aber heute, nach vielen Tagen des Übens – bis da Beine und Arme genau das machen, was sie sollen ist schon zielmich schwierig – ist es dir gelungen.

Zur Feier des heutigen Tages haben wir das Lichtkrönchen, das dir Nicola anlässlich deiner Geburt geschenkt hat, zum Leuchten gebracht. Aufpassen mein kleiner Spatz – das ist ein heissses Licht. Und hier gibt es was zum gucken.