Monatsarchiv für Januar 2008

Bleifiguren und was die Zukunft wohl bringt?

Dienstag, den 29. Januar 2008 von Mama

Hier noch ein Nachtrag zu Silvester. Es war ein wundervolles Silvester. So gegen 20:30 Uhr haben wir mit Felix gefeiert. Mit einem Tischfeuerwerk und Bleigießen. Das war was. Sternenregen und Blei, das schmilzt und dann zschschschsch im kalten Wasser erstarrt. Für Gesprächsstoff der nächsten Tage war somit gesorgt. Ja, und um Punkt Mitternacht ist er vom Feuerwerk wach geworden. Ist aus dem Bett raus, mit seinem Löwen, und sagte ein bisschen verwirrt: “Was ist das Mama?” Und so haben wir dann die Jahreswende wie voriges Jahr zu dritt verbracht, haben aus dem Fenster in den vis á vis liegenden Fenster die Reflektion des Feuerwerk betrachtet und gestaunt. Oh, was für Wunder es alles gibt. Man muss sich das mal vorstellen, wie es einem Kind ergeht, wenn es aus dem Schlaf gerissen wird und der Himmel in allen Farben erstrahlt und auch noch tönt und kracht. Wundervolle Silvester eben.

Michael und ich haben uns für den Abend viele kleine köstliche Tapas zubereitet und in Gesellschaft einer Flasche Champagner haben wir und einen Film angeschaut – ich weiß ehrlich nicht mehr welchen, vielleicht weißt du es noch, Michael?. War wohl nicht so wichtig. Gekuschelt, geküsst und geredet haben wir und den Übergang zum Neuen Jahr gemeinsam mit unserem Söhnchen verbracht. O ja, O ja wie schön das war.

So und nun unsere Gestalten der “ergossenen” Bleistücke, die ja nach alten Brauchtum Voraussagen für die Zukunft ermöglichen sollen. Welche Figuren könnt ihr darin sehen? Bin schon gespannt ob es ähnliche Ansichten der unseren gibt.

FELIX
Bleifigur

MICHAEL
Bleifigur

JUDITH
Bleifigur

So lange nichts mehr …

Dienstag, den 29. Januar 2008 von Mama

Vollmond

und schon wieder ein Vollmond. Ui, ui ui … jetzt bin ich ganz erschrocken, als ich sah wann ich den letzten Beitrag geschrieben habe. Da gäbe es ja so viel zu erzählen. Jeder Tag bringt was neues, was erwähnenswertes, was merkwürdige mit sich. Aber wenn Felix am Abend sich seinem Traumland hingibt, bin ich immer so was von müde, so in etwa als ob ich einen Luftballon die Luft raus lasse: so fühle ich mich meistens. Das einzige was ich dann herbeiersehne ist liegen, ruhen ein bisschen plaudern und schlafen. Dafür sind die Tagesbginne immer sehr energievoll. Hat ja auch was.

Felix, unser Felix. Seine Sprache entwickelt sich rasant. Jeder Tag bringt neue Worte. Sätze mit 5 -6 Worte sind normal. Wir können mit ihm schon so eine richtig kleine Konversation führen. Er liebt es zu erzählen und er liebt es, wenn wir ihm etwas erzählen. Am Abend im Bett erzählen wir, bevor das Licht ausgeschaltet wird, den ganzen Tag. Der Anfang ist immer: “Zuerst sind wir aufgewacht. Dann haben wir Guten Morgen gesagt. Dann ist die Mama in die Küche gegangen und hat Frühstück gemacht: Tee für Papa, Milch für Felix und Kaffee für Mama. Ein Brot mit Käse. Dann hat der Felix ein bisschen gespielt. Dann ab ins Bad anziehen: mit Papa Zähne putzen, Mama zieht sich an und Papa. Dann sind wir in die Casa Latina gefahren …” Ab hier bekommt die Tagesgeschichte dann immer eine individuelle Wendung, je nachdem was wir so unternommen und wen wir getroffen haben. Der Schluss:”Und jetzt sind wir im Bett. Und was machen wir im Bett? Ja – schlafen. Also gute Nacht mein Schatz. Träume schön. Ich träum von …. und du?” Dann Licht aus. Augen zu. Und zehn Minuten später entspanntes, tiefes Atmen. Und wenn ich ihn dann anschaue, ihm sanft über die Wangen streichle, dann ist es als ob hier ein Engel schläft. Dieses Bündel Energie eingetaucht in sanfester Sanftmut und Umschuld. Es sind solche Momente, die mir viel Kraft verleihen. Diese Momente sind so schön und so friedvoll. Und jeden Tag, wirklich jeden Tag wenn Michael oder ich aus seinem Zimmer kommen, ist der erste Satz: “Na, der ist so was von süss, so ein Schnuggele. Zum Busseln.”

Es ist gerade die ICH, MEIN, FELIX ALLEINE Phase. Er lotet Grenzen aus. Es gibt oft Tage, da könnte man meinen sein Name ist “Nein”. Die Abhilfe ist liebevolles, konsequentes Handeln. Aber das kostet oft wirklich viel viel Kraft und hie und da sind meine Nerven ziemlich strapaziert. Da würde ich ihn am liebsten mal kurz zum Momd schießen – wenn ich das mal so salopp sagen darf. Es gibt Situationen das bekommt er Zornausbrüche und ich Zornausbrüche – und da hilft mir folgendes: also dann sag ich zu Felix: “So, Felix ich bin jetzt ziemlich zornig. Ich brauch jetzt mal Ruhe. 10 Minuten. Ich stell das Glockele (Wecker) und bis das Glockele läutet möcht ich nichts reden. Und du kannst spielen.” Und es funktioniert. Ich kann mal richtig durchatmen und mich sammeln und er irgendwie auch. Aber immer klappts dann auch nicht.

Jeder Tag bleibt spannend. Jeder Tag ist neu und anders. Nicht nur für Felix, auch für uns.

Brixen wir kommen

Donnerstag, den 10. Januar 2008 von Mama

Mama und Ixi

Tag 2 bis Tag 7 des neuen Jahres verbrachten Felix und ich in Brixen bei Oma und Edi. Unser Reisemittel wie immer der Zug.

Felix im Zug

Es war wie immer eine sehr entspannte und lustige Reise. Wir fuhren bei strahlend blauem Himmel durch Schneelandschaften. An jedem Bahnhof klebten unsere beiden Nasen am Fenster und wir zählten die vielen Lokomotiven und Waggons, die da herumstanden.

Winter in Brixen
In Brixen angekommen Zuerst sahen wir vorerst nur die Bergspitzen weiß blitzen, dann fing es auch im Stadterl an zu schneien und versank in weißgrau. Jeder Farbtupfer war dann eine Augenfreude.

Schwan

Am Brixner Domplatz konnten wir noch durch den Christkindlmarkt spazieren und entdeckten ein altes Karusell. Das war genau das Richtige fürs kindliche Gemüt. Zuerst nahm Felix Platz im eleganten Schwan, dann noch ein Ritt am Glücksschweinderl und

Elefant

zu guter letzt eine Abschlussrunde am Rücken des majestätischen Elefanten. Es war “richtig bärig” wie man so in Brixen sagt.

Carmen und der Hase

Bei Ulli waren wir einer dieser Tage zum Essen eingeladen. Ihre Tochter Carmen zeigte uns mit großem Stolz den Hasen “Knuddi”. Hat das Christkind vorbeigebracht.

Am Pferd

Und Felix durfte auf Carmens Spielpferd reiten – drückt man auf das Pferdeohr, hört man Pferdegetrippel und Hüüüüüüüüü, Pfrrrrr, Pfrrrrr. Was es alles gibt!

Edi und Ixi

Und am Abend wurde immer mit Edi gespielt, musiziert und Bücher angeschaut.

Schöne Tage in Brixen. Eine gute Rückreise. Das Highligt war, als Papa am Bahnhof stand und uns abholte. Felix streichelte die frisch rasiereten, weichen Wangen von Michael und busselte die ganze Zeit. Dann wurde erzählt, erzählt, erzählt.